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Verkehrsteilnahme bei Dämmerung und Dunkelheit                 als Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, Motorradfahrer … Bei Dämmerung und Dunkelheit, insbesondere im Herbst und Winter, wenn die Tage kürzer werden (sind), bei schlechten Sicht- und Wetterverhältnissen wie Regen, Schneefall, Nebel kommt es häufig zu Unfällen durch mangelhafte Beleuchtung von Fahrzeugen oder weil Sie etwa als Fußgänger oder Radfahrer nicht (rechtzeitig) gesehen werden. Sehen – Beleuchtung  Die Straßenverkehrsordnung (StVO) legt in § 17 Absatz 1 fest, dass während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern die vorgeschriebenen  Beleuchtungseinrichtungen zu benutzen sind. Die Beleuchtungseinrichtungen dürfen nicht verdeckt oder verschmutzt sein. Häufigste Mängel bei der Beleuchtung waren in den letzten Jahren schlecht eingestellte oder defekte Scheinwerfer. Wegen früh einbrechenden Dunkelheit und häufig witterungsbedingter schlechter Sichtverhältnisse in Herbst und Winter ist besonders auf ausreichende Sicht zu achten. Behindert Nebel, Schneefall oder Regen die Sicht erheblich, ist auch am Tag mit Abblendlicht zu fahren. Sinkt die Sichtweite bei Nebel unter 50 Meter, darf nur noch mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h gefahren werden. Nur in diesem Fall ist die Nutzung von Nebelschlussleuchten zulässig. Bei größeren Sichtweiten blenden Nebelschlussleuchten den nachfolgenden Verkehr und können ihn gefährden. Nebelscheinwerfer dürfen bei Sichtbeeinträchtigungen durch Nebel, Schneefall oder Regen verwendet werden.  Bei Blendung sollten Fahrzeugführer nicht in das Licht schauen, sondern sich an der Fahrbahnbegrenzung orientieren. Prüfen Sie – so wie es das Gesetz vorsieht – vor Fahrtantritt die Funktionstüchtigkeit Ihrer Beleuchtung. Feuchtes Wetter kann nicht nur bei älteren Fahrzeugen zur Unterbrechung der Stromversorgung zu den Fahrzeugleuchten führen. Reinigen Sie möglichst täglich neben den Scheinwerfergläsern die Blink- und die Heckleuchten, aber auch die Rückstrahler und die seitlichen Markierungsleuchten, von Verschmutzungen; Salzwasser und Fahrbahnschmutz beeinträchtigen die Leuchtkraft erheblich. Defekte Glühbirnen müssen unverzüglich ausgewechselt werden. Das frühzeitige, eindeutige Erkennen des Signalbildes zweispuriger Fahrzeuge ist bei nur einseitiger Beleuchtung nicht möglich und erhöht die Unfallgefahr. Jeder Fahrzeugführer sollte auch darauf achten, dass die Leuchtweitenregulierung dem Beladungszustand seines Fahrzeuges angepasst ist, sonst wird der Gegenverkehr geblendet. Im Oktober findet regelmäßig die Internationale Beleuchtungsaktion statt. Kraftfahrzeugbetriebe, Fachwerkstätten und mobile Prüfstätten führen den Licht- und Sichttest von Kraftfahrzeugen kostenlos durch. Kosten fallen nur für notwendige Ersatzteile an. Kraftfahrer, die im Rahmen der Internationalen Kraftfahrzeug- Beleuchtungsaktion die Beleuchtungsanlage an ihrem Fahrzeug überprüfen lassen, erhalten nach erfolgter Kontrolle eine Bescheinigung in Form eines Aufklebers. Dieser soll gut sichtbar am Fahrzeug angebracht werden. Die Polizei wird bei der Verkehrsüberwachung und bei Verkehrskontrollen im Oktober verstärkt die Beleuchtungsanlagen der Kraftfahrzeuge überprüfen. Mehr zur Beleuchtungsaktion erfahren Sie hier:            Sehen – für Durchblick sorgen  Lassen Sie sich checken – bei einem Sehtest. Nur eine ausreichende Sehhilfe, sofern notwendig, schafft bei den herbstlichen und winterlichen Sichtverhältnissen für den richtigen Durchblick. Besonders wichtig sind regelmäßige Sehtests zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, wenn die "Alterssichtigkeit" einsetzt. In diesem Lebensjahrzehnt verlieren die Augen zunehmend ihre Fähigkeit, kleinere Sehschwächen wie leichte Weitsichtigkeit durch Anpassungsleistungen selbst zu  kompensieren. Sorgen Sie für Rundumsicht, insbesondere bei vereisten oder schneebedeckten Scheiben. Vor der Fahrt sollten unbedingt die Außen- und Innenseiten der Scheiben gereinigt werden. Auch Schneehauben auf den Fahrzeugen müssen vor der Fahrt entfernt werden. Prüfen Sie auch die Wischerblätter und die Scheibenwaschanlage. Dazu gehört auch aus-reichender Frostschutz. Wenn die Scheiben während der Fahrt beschlagen, etwa bei einer  Tunneleinfahrt, hilft: Wischer und Gebläse einschalten!   Gesehen werden – als Fußgänger oder Radfahrer Dämmert Ihnen was? Wenn die Tage kürzer werden, sind Sie als Fußgänger oder als Radfahrer besonders gefährdet, wenn Sie nicht rechtzeitig gesehen werden. Beispiel (Quelle: ADAC): Ein dunkel gekleideter Fußgänger ist von einem Autofahrer bei schlechten Sichtverhältnissen erst aus rund 25 Metern Entfernung zu erkennen. Zum Vergleich: Der Anhalteweg eines Autos beträgt bei einer Notbremsung aus 50 km/h  etwa 28 Meter – zu lang, um im Ernstfall rechtzeitig vor einem gefährdeten Verkehrsteilnehmer zum Stehen zu kommen. Trägt ein Fußgänger jedoch Kleidung mit reflektierenden Materialien, verbessert sich die Sichtbarkeit auf bis zu 140 Meter. Sorgen Sie als Fußgänger und Radfahrer dafür, dass Sie bei Regen, Nebel, Dämmerung und Dunkelheit gut gesehen werden. Tragen Sie helle, möglichst reflektierende Kleidung. Statten Sie auch Ihre Kinder mit entsprechender Kleidung aus und benutzen Sie als Fußgänger etwa Regenschirme in bunten Farben oder sogar mit reflektierenden Elementen. Kontrollieren Sie als Radfahrer, ob Ihre Beleuchtung intakt ist, ob die vorgeschriebenen Reflektoren montiert sind und die Bremsen einwandfrei funktionieren. Alle Infos rund um die Fahrradbeleuchtung erhalten sie hier: Erklär-Video des ADAC „Sicher durch die dunkle Jahreszeit“ Müssen Sie als Autofahrer im Fall einer Panne Ihr Fahrzeug verlassen, werden Sie - wenn auch unfreiwillig – zum Fußgänger. Bei dunkler Bekleidung werden Sie im Verkehrsraum schlecht und daher evtl. zu spät wahrgenommen. Tragen Sie in diesen Fällen deshalb, wenn möglich, helle Kleidung und ziehen Sie Ihre mitgeführte Warnweste über. Seit dem 1. Juli 2014 gilt eine Mitführpflicht für Warnwesten. Gesehen werden – als motorisierter Zweiradfahrer Motorradfahrer müssen grundsätzlich - auch am Tag - mit Licht (Abblendlicht oder  Tagfahrleuchten) fahren. Biker müssen damit rechnen, dass sie insbesondere auch im Herbst und Winter übersehen werden können. Vor jeder Fahrt sollte die Beleuchtung überprüft werden. Durch auffallende Kleidung wird die Erkennbarkeit deutlich verbessert. Macht Euch sichtbar!